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Wenn Autoren hassen: Rezensionsfälschungen in Online-Shops 15. Januar 2009

Posted by Langhaariger Bombenleger in Unsoziale Netzwerke.
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Was ein Produkt wirklich taugt, kann man in ungeschminkten Kommentaren in Foren und Shoppingplattformen im Web nachlesen? Nein, wie immer sollte man nur einer Rezension glauben, die man selbst gefälscht hat – um ein ebenso gefälschtes angebliches Churchill-Zitat aufzugreifen.

Amazon Rezension super

Es ist schon erstaunlich, was so alles an Rezensionen im Internet zu finden ist. Bücher sind noch gar nicht erschienen, da werden sie schon in den höchsten Tönen gelobt. Andere mit unsinnigen Argumenten verrissen. Wieder andere zwar in den höchsten Tönen gelobt, aber mit Textschnipseln von Buchumschlag und Waschzettel. Was für eine offensichtliche Fälschung!

Ja, ohne Zweifel eine Fälschung. Doch verhält es sich nicht ganz so offensichtlich: „Natürlich“ sind die so leicht als falsches Lob erkennbaren Texte nicht vom Verlag oder den Autoren selbst geschrieben. So blöde ist kein Verlag. Es ist ein Joe-Job: Die so „hochgelobten“ Autoren sollen an Glaubhaftigkeit verlieren.

Lange Zeit verdächtigten die Computerverlage sich gegenseitig, die Bücher der Konkurrenz zwecks besserem Verkauf des eigenen Produktes systematisch mieszumachen. Es scheint jedoch eher ein „Spiel“ von Autoren zu sein. Die wahrscheinlichen Urheber der aktuellen Fake-Bewertungs-Schlacht bei Amazon wurden dort mittlerweile, als die Fälschungen trotz Ermahnung nicht aufhörten wollten, kurzerhand ausgelistet. Zwei Bücher ohne angezeigten Autorennamen, die deshalb beim Ausmisten vergessen wurden, und „natürlich“ nur gute Bewertungen zeigen, mit welchem Aufwand gefälscht wurde: bis zu 400 Leser der Rezension fanden diese angeblich hilfreich

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Es könnte sich natürlich auch hierbei nur wieder um eine Methode handeln, um diese Autoren schlechtzumachen….

Inzwischen läßt Amazon.de nur noch Kritiken von Kunden zu, die bereits ein Buch gekauft haben. So sind 1000-fache Fake-Accounts dann doch etwas teuer, zumal es eine gültige Lieferadresse braucht. Das Problem selbst besteht aber immer noch: Rezensionen haben oft eine „hidden agenda“.

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